Kleine Zeitung: Grazer Altstadtschutz darf nicht geschwächt werden
Im Zuge der Deregulierungspläne des Landes Steiermark wird derzeit über Änderungen bei der Grazer Altstadtsachverständigenkommission (ASVK) diskutiert. Präsident Rainer Wührer sowie die Architekt:innen und ASVK-Vorsitzenden Elemer Ploder und Eva Kuß warnen davor, dabei bewährte Strukturen und damit den Schutz der Grazer Altstadt und des UNESCO-Welterbes zu schwächen.
Wührer verweist insbesondere auf die Bedeutung der ASVK als unabhängiges Gremium und auf ihre Rolle für das UNESCO-Welterbe. Die ASVK ist Teil der bestehenden Qualitätssicherungsstruktur für die Grazer Altstadt und im Welterbe-Management verankert. Eine Reform müsse daher sicherstellen, dass diese Qualitätssicherung auch künftig gewährleistet bleibt.
Ploder und Kuß betonen vor allem die interdisziplinäre Zusammensetzung der Kommission: Architektur, Städtebau, Geschichte und Kunstgeschichte bringen unterschiedliche Perspektiven in die Beurteilung ein. Gerade dieser fachliche Austausch und die gemeinsame Beurteilung komplexer Vorhaben seien eine wesentliche Stärke des bestehenden Systems.
Vereinfachungen und rasche Verfahren sind sinnvoll. Sie dürfen aber nicht zu einer Schwächung des Schutzes der Grazer Altstadt und des UNESCO-Welterbes führen.
Den gesamten Artikel der Printausgabe der Kleinen Zeitung vom 10. September 2026 können Sie hier nachlesen.

