Digitale Einreichung und KI als Zukunftsthemen auf der Kommunalmesse

Foto: Kommunalverlag
Bei der Kommunalmesse präsentierten das zt:Archiv und die Kammer der Ziviltechniker:innen den aktuellen Stand der digitalen Einreichung sowie die bedeutende Rolle des zt:Archivs in diesem Prozess. Zahlreiche Besucher:innen – darunter Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl – informierten sich über die Fortschritte in der digitalen Aktenverwaltung.
Die digitale Einreichung hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen: Nach erfolgreichen Pilotprojekten in Kärnten ist sie seit 2024 auch in der Steiermark möglich. Ziviltechniker:innen können heute auf allen drei Verwaltungsebenen digital einreichen, erste Gemeindeprojekte laufen bereits. Damit entfällt das Planverschicken, alle Beteiligten greifen auf gemeinsame Daten zu, und Verfahren werden effizienter und transparenter.
Das zt:Archiv fungiert nicht nur als zentrale Plattform für die rechtssichere Übermittlung und Archivierung von Bauunterlagen. Es gewährleistet einheitliche Standards, digitale Signaturen und die sichere Langzeitarchivierung – eine wesentliche Grundlage für die Praxistauglichkeit der digitalen Bauverfahren.
Im Gespräch mit Johannes Pressl wurde deutlich, dass die Digitalisierung Gemeinden erheblich entlasten kann. Der digitale Bauakt ist in mehreren Bundesländern bereits Realität. Künftig könnten KI-gestützte Anwendungen helfen, Verwaltungsprozesse weiter zu vereinfachen – etwa durch die automatische Verknüpfung von Bauakten mit Grundbuch- und Nachbarschaftsdaten. Gleichzeitig bleibt klar: Die Verantwortung und Entscheidungshoheit liegen weiterhin beim Menschen.
Darüber hinaus informierten Ziviltechniker:innen über die umfangreichen Leistungen, die der Berufsstand für die öffentliche Hand erbringt. Beim Gala-Abend des 71. Österreichischen Gemeindetages wurde die Gelegenheit zur Vernetzung und zu spannenden Gesprächen über für den Berufsstand wichtige Themen genutzt.

